Donnerstag, 14. Januar 2010
Mittwoch, 13. Januar 2010
Mir si wieder da!
Mittwoch, 6. Januar 2010
Rabbit Island - welcome to paradise
Es fiel uns nicht schwer, das Bungalow in Kampot abzugeben. Es kam uns etwas vor wie eine Sauna ohne Lueftung mit kaputtem Schalter fuer die Regulierung der Heizung. So war schon die Tuk Tuk Fahrt ins ca. 23 Kilometer entfernte Kep eine wahre Wohltat. Unterwegs mit diesem asiatischen Wunder-Gefaehrt hat schon seinen ganz eigenen Charme. Man sitzt gut gepolstert, den Fahrtwind in den Haaren, alle Gerueche in der Nase, man kommt vorwaerst aber nicht zu schnell, man kann sich wunderbar unterhalten und ist irgendwie mittendring, statt nur dabei. Wie gesagt, die Stunde Fahrt genossen wir sehr und haben uns ueber alles moegliche unterhalten.
In Kep - einer Ortschaft die vorallem durch seine reichen Krabbenbestaende bekannt ist -, unweit der Grenze zu Vietnam, erwartete uns bereits ein kleines Boot, welches uns in knapp 40 Minuten zu der Rabbit Island brachte. Eigentlich heisst sie Koh Tonsay, aber alle nennen sie nur Rabbit Island. Nun, die Form hat ueberhaubt nichts von einem Hasen, aber mit zunehmendem Alkoholpegel mag sie wohl so erscheinen. Egal, wir kamen dort an und wussten eigentlich nicht viel darueber. Unsere Reisebuecher verrieten nicht viel ueber diese Insel und wir liessen uns einfach mal auf dieses Abenteuer ein. Und wir hatten Glueck. Es war ein Traum. ein langer, sandiger Strand, mit wenig Touristen, wenig Leuten und keinen Verkauefern. Einfache Bungalows, alle aber mit Meersicht und Haengematte. Eine gepflegte, einfache Anlage, mit freundlichen Menschen, die allesamt kein Wort Englisch konnten und 3 einfachen Restaurants, die herrlichen Seafood zubereiteten. Herz was willst du mehr? Das Meer war sauber, klar und warm... wir planschten umher, genossen die Ruhe und entspannten uns nach der doch recht intensiven Reise. Romantische Sonnenuntergaenge genossen wir Arm in Arm und wir fuehlten uns wie im Paradies - einfach aber paradiesisch.
Jetzt waeren wir aber nicht wir, wenn wir dies eine ganze Woche so aushalten wuerden. Und bei aller Schoenheit, die sich uns bot, entschlossen wir uns dennoch zu einer radikalen Planaenderung. So packten wir behend das Telefon und riefen die Bangkok Airways an. Unser Flug von Phnom Penh nach Bangkok vom Dienstag, 12. Januar haben wir kurzerhand - dank einer charmanten Anfrage - auf Freitag, den 8. Januar vorverlegt. Richtig!!! Zum Abschluss goennen wir uns noch einen ausgedehnten Shopping-Trip nach Bangkok, da wir genuegend Zeit und Lust haben und die Restanz der Ferienkasse noch auf den Putz hauen wollen...:-))))))
Und so sind wir heute per Bus wieder in Phnom Penh angekommen, wo also bereits am Folgetag unser Flug nach Bangkok geht. Somit wird dies hier wohl vorerst unser letzter Reisebericht sein, bevor wir am 12. Januar wieder in der Schweiz ankommen werden.
Nochmals moechten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die mit Interesse unsere Reise verfolgt haben, die Eintraege in unser Gaestebuch geschrieben haben oder sonst in einer Art und Weise an uns gedacht haben. Das haben wir enorm genossen und so immer auch ein Stueck Heimat bei und mit uns getragen.
Herzlich
Taemi & Andy
In Kep - einer Ortschaft die vorallem durch seine reichen Krabbenbestaende bekannt ist -, unweit der Grenze zu Vietnam, erwartete uns bereits ein kleines Boot, welches uns in knapp 40 Minuten zu der Rabbit Island brachte. Eigentlich heisst sie Koh Tonsay, aber alle nennen sie nur Rabbit Island. Nun, die Form hat ueberhaubt nichts von einem Hasen, aber mit zunehmendem Alkoholpegel mag sie wohl so erscheinen. Egal, wir kamen dort an und wussten eigentlich nicht viel darueber. Unsere Reisebuecher verrieten nicht viel ueber diese Insel und wir liessen uns einfach mal auf dieses Abenteuer ein. Und wir hatten Glueck. Es war ein Traum. ein langer, sandiger Strand, mit wenig Touristen, wenig Leuten und keinen Verkauefern. Einfache Bungalows, alle aber mit Meersicht und Haengematte. Eine gepflegte, einfache Anlage, mit freundlichen Menschen, die allesamt kein Wort Englisch konnten und 3 einfachen Restaurants, die herrlichen Seafood zubereiteten. Herz was willst du mehr? Das Meer war sauber, klar und warm... wir planschten umher, genossen die Ruhe und entspannten uns nach der doch recht intensiven Reise. Romantische Sonnenuntergaenge genossen wir Arm in Arm und wir fuehlten uns wie im Paradies - einfach aber paradiesisch.
Jetzt waeren wir aber nicht wir, wenn wir dies eine ganze Woche so aushalten wuerden. Und bei aller Schoenheit, die sich uns bot, entschlossen wir uns dennoch zu einer radikalen Planaenderung. So packten wir behend das Telefon und riefen die Bangkok Airways an. Unser Flug von Phnom Penh nach Bangkok vom Dienstag, 12. Januar haben wir kurzerhand - dank einer charmanten Anfrage - auf Freitag, den 8. Januar vorverlegt. Richtig!!! Zum Abschluss goennen wir uns noch einen ausgedehnten Shopping-Trip nach Bangkok, da wir genuegend Zeit und Lust haben und die Restanz der Ferienkasse noch auf den Putz hauen wollen...:-))))))
Und so sind wir heute per Bus wieder in Phnom Penh angekommen, wo also bereits am Folgetag unser Flug nach Bangkok geht. Somit wird dies hier wohl vorerst unser letzter Reisebericht sein, bevor wir am 12. Januar wieder in der Schweiz ankommen werden.
Nochmals moechten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die mit Interesse unsere Reise verfolgt haben, die Eintraege in unser Gaestebuch geschrieben haben oder sonst in einer Art und Weise an uns gedacht haben. Das haben wir enorm genossen und so immer auch ein Stueck Heimat bei und mit uns getragen.
Herzlich
Taemi & Andy
Bokor hardcore!!!
Liebe Leser und Leserinnen
Ganz einleitend moechten wir uns bei all denen bedanken, die mit Interesse unsere Berichte verfolgen und dies ab und an auch in unserem Gaestebuch vermerken. Wir freuen uns immer unglaublich ueber diese Kommentare.
Heute richten wir uns mit unserem wohl letzten Newsletter an euch, denn langsam aber sicher neigt sich unsere Reise dem Ende zu... mehr dazu aber spaeter.
Nach unserem letzten Eintrag in Sihanoukville erholten wir uns von den Strapazen des Bericht-Schreibens, in dem wir uns am Sandstrand so richtig verwoehnen liessen. Das heisst, der Andy goennte ich eine Manicure und Pedicure. Und wer diese Haxen kennt weiss, dass dies keine leichte Aufgabe ist. So hat uns dann das schmaechtige asiatische Weibchen auch etwas leid getan, dass sie sich mit dieser Hornhaut auseinandersetzen durfte. Aber, sobald die ersten Hemmungen abgebaut waren, konnte man es richtig geniessen. Die Meeresbrise im Haar und von Minute zu Minute noch gepflegter aussehen... zudem ist es eine unglaublich praktische, wenn nicht sehr effiziente Art, Gewicht zu verlieren. Auch das bezaubernde Taemeli konnte sich dem Schoenheitswahn nicht enziehen und goennte sich ebenfalls eine Manicure - anstatt gefolgt von einer Pedicure liess sie sich aber dann die Beine enthaaren. Die Technik mit einem Faden sah wahnsinnig elegant aus - zumindest als Zuschauer. Wenn man aber das Gesicht der zu Behandelnden richtig deutet, so tut auch diese Methode etwas weh, oder erfuellt das Gemuet nicht nur mit Freude. Um diese Schmerzen etwas vergessen zu machen, gingen wir am selben Abend erneut mit Simone und Markus essen. Es war wiederum ein gelungener Abend mit einem feinen Menue.
Am Tag darauf verliessen wir relativ frueh Sihanoukville und irgendwie waren wir auch froh darueber. Denn, man darf sich vorstellen, dass dies das Ibiza oder Mallorca von Kambodscha ist. Es gibt Parties, tausende von Touristen, alles ist auf Touristen ausgerichtet, am Strand gibt es pro Tourist mindestens 2 Verkaeufer von irgendwas und das wird mit der Zeit einfach etwas muessig. So waren wir nicht ungluecklich, mit dem Minibus weiter nach Kampot zu fahren. Die Fahrt dauerte ca. 1.5 Stunden und war eigentlich recht angenehm. Man darf sich vorstellen, dass der Minibus - gedacht fuer 11 Passagiere - mit 17 Passagiere gefuellt wurde und zudem ist es ja landlaeufig bekannt, dass man bei offener Heckklappe und ein paar Gummizuegen viel mehr Gepaeck laden kann.... alles kein Problem und schon kamen wir auch in Kampot an. Dieses kleine 30'000 Seelen Staedtchen ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und Ausgangsort fuer Touren in den Bokor Nationalpark. Ebenfalls ist die gesamte Region bekannt fuer die leckeren Krabben, die man ueberall fangfrisch und fast geschenkt erhaelt. Wunderbar, welch herrliche Aussichten. Nachdem wir uns die ersten Krabben genuesslich zu Gemuete gefuehrt hatten, entschlossen wir am Tag darauf eine anspruchsvolle Tour in den Bokor Nationalpark und zur verlassenen Stadt zu machen...
... leider aber ging es Taemi bedingt durch eine Erkaeltung immer etwas schlechter und noch am selben Abend haben wir uns entschieden, dass sie bei der Tour vom Folgetag nicht mitkommt. Vielmehr sollte sie im Bungalow bleiben und die Erkaeltung auskurieren, was sie auch tat.
So musste sich der Held des Tages also alleine dieser Aufgabe stellen, den Bokor Nationalpark zu erkunden. Das heisst, nicht ganz, denn die Reisegruppe bestand aus 11 Personen. Die Expedition startete um 7 Uhr und Andy verabschiedete sich von Taemi und setzte sich in den LandCruiser, der die gesamte Gruppe bis an den Fuss des Berges brachte. Dann hiess es noch: "Soviel Wasser einpacken, wie man fuer den Tag benoetigt, oder wie man tragen kann" und Andy - in einer leicht unterschaetzenden Haltung - belaechelte das Ganze behend und schnappte sich etwas Wasser. Wird schon reichen... ha! Pustekuchen! Dann begann der Aufstieg. Wir brauchten gute 3 Stunden, um uns durch einen schmalen, steinigen Pfad im dichten Wald zu kaempfen. Schon auf den ersten 100 der gesamten 800 Hoehenmeter wurde klar, unser Protagonist wurde soeben eines besseren belehrt. Super. Andy schwitzte was das Zeug hielt, denn das Problem waren nicht wirklich die Hoehenmeter, sondern das Ganze bei 30 Grad - und steigend. Nun, irgendwie klappte es dann doch und wir kamen irgendwo an, wo ein Lastwagen auf uns wartete. Ueber eine Holpperpiste gings dann nochmal eine Stunde dem Hochplateau entlang, bis wir dann endlich dort waren. Bokor ist eine Anlage, die wurde 1920 erbaut und diente in erster Linie den Franzosen als Ferien- und Rueckzugsort. Dort traf sich die High Society. Es gab ein grosses Casino und eine christliche Kirche und sonst noch ein paar Haeuser. Durch die Machtuebrenahme der Roten Khmer in den Jahren 1975 bis 1979 mussten alle Bewohner und betreiber fluechten, die Strassen wurden zerbombt, das Gebiet mit Minen versehen und somit wurde Bokor zur Geisterstadt. Wenn man heute in diesen Ueberresten steht, dann faellt es richtig schwer, sich den einstigen Glanz vorzustellen.
Nun, den selben Weg, wie die Reisegruppe gekommen war, gings auch wieder zurueck. Zuerst eine gute Stunde geholppert, danach ein Abstieg, der durchaus auch schweissintensiv war. Da aber schon lange keine Wasser-Reserven mehr da war hiess es: auf die Zaehne beissen. Dazu kam Andy noch in den Sinn, dass er gerade vor einiger Zeit einen brachialen Misstritt gemacht hat uns sich dabei den rechten Fuss verknaxt hat. Und genau in dem Moment, wo ihm das wieder in den Sinn kam, knickte der rechte Fuss ein... zum Glueck diesmal nicht ganz so schlimm, aber es war dennoch Vorsicht geboten...
... um kurz vor 6 Uhr war die Kambodscha-Reisegruppe (Taemi & Andy) wieder vereint. dem Taemeli gings etwas besser und Andy war nur noch fix und foxy. So freuten wir uns unglaublich auf die kommenden Tage auf Rabbit Island....
Ganz einleitend moechten wir uns bei all denen bedanken, die mit Interesse unsere Berichte verfolgen und dies ab und an auch in unserem Gaestebuch vermerken. Wir freuen uns immer unglaublich ueber diese Kommentare.
Heute richten wir uns mit unserem wohl letzten Newsletter an euch, denn langsam aber sicher neigt sich unsere Reise dem Ende zu... mehr dazu aber spaeter.
Nach unserem letzten Eintrag in Sihanoukville erholten wir uns von den Strapazen des Bericht-Schreibens, in dem wir uns am Sandstrand so richtig verwoehnen liessen. Das heisst, der Andy goennte ich eine Manicure und Pedicure. Und wer diese Haxen kennt weiss, dass dies keine leichte Aufgabe ist. So hat uns dann das schmaechtige asiatische Weibchen auch etwas leid getan, dass sie sich mit dieser Hornhaut auseinandersetzen durfte. Aber, sobald die ersten Hemmungen abgebaut waren, konnte man es richtig geniessen. Die Meeresbrise im Haar und von Minute zu Minute noch gepflegter aussehen... zudem ist es eine unglaublich praktische, wenn nicht sehr effiziente Art, Gewicht zu verlieren. Auch das bezaubernde Taemeli konnte sich dem Schoenheitswahn nicht enziehen und goennte sich ebenfalls eine Manicure - anstatt gefolgt von einer Pedicure liess sie sich aber dann die Beine enthaaren. Die Technik mit einem Faden sah wahnsinnig elegant aus - zumindest als Zuschauer. Wenn man aber das Gesicht der zu Behandelnden richtig deutet, so tut auch diese Methode etwas weh, oder erfuellt das Gemuet nicht nur mit Freude. Um diese Schmerzen etwas vergessen zu machen, gingen wir am selben Abend erneut mit Simone und Markus essen. Es war wiederum ein gelungener Abend mit einem feinen Menue.
Am Tag darauf verliessen wir relativ frueh Sihanoukville und irgendwie waren wir auch froh darueber. Denn, man darf sich vorstellen, dass dies das Ibiza oder Mallorca von Kambodscha ist. Es gibt Parties, tausende von Touristen, alles ist auf Touristen ausgerichtet, am Strand gibt es pro Tourist mindestens 2 Verkaeufer von irgendwas und das wird mit der Zeit einfach etwas muessig. So waren wir nicht ungluecklich, mit dem Minibus weiter nach Kampot zu fahren. Die Fahrt dauerte ca. 1.5 Stunden und war eigentlich recht angenehm. Man darf sich vorstellen, dass der Minibus - gedacht fuer 11 Passagiere - mit 17 Passagiere gefuellt wurde und zudem ist es ja landlaeufig bekannt, dass man bei offener Heckklappe und ein paar Gummizuegen viel mehr Gepaeck laden kann.... alles kein Problem und schon kamen wir auch in Kampot an. Dieses kleine 30'000 Seelen Staedtchen ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und Ausgangsort fuer Touren in den Bokor Nationalpark. Ebenfalls ist die gesamte Region bekannt fuer die leckeren Krabben, die man ueberall fangfrisch und fast geschenkt erhaelt. Wunderbar, welch herrliche Aussichten. Nachdem wir uns die ersten Krabben genuesslich zu Gemuete gefuehrt hatten, entschlossen wir am Tag darauf eine anspruchsvolle Tour in den Bokor Nationalpark und zur verlassenen Stadt zu machen...
... leider aber ging es Taemi bedingt durch eine Erkaeltung immer etwas schlechter und noch am selben Abend haben wir uns entschieden, dass sie bei der Tour vom Folgetag nicht mitkommt. Vielmehr sollte sie im Bungalow bleiben und die Erkaeltung auskurieren, was sie auch tat.
So musste sich der Held des Tages also alleine dieser Aufgabe stellen, den Bokor Nationalpark zu erkunden. Das heisst, nicht ganz, denn die Reisegruppe bestand aus 11 Personen. Die Expedition startete um 7 Uhr und Andy verabschiedete sich von Taemi und setzte sich in den LandCruiser, der die gesamte Gruppe bis an den Fuss des Berges brachte. Dann hiess es noch: "Soviel Wasser einpacken, wie man fuer den Tag benoetigt, oder wie man tragen kann" und Andy - in einer leicht unterschaetzenden Haltung - belaechelte das Ganze behend und schnappte sich etwas Wasser. Wird schon reichen... ha! Pustekuchen! Dann begann der Aufstieg. Wir brauchten gute 3 Stunden, um uns durch einen schmalen, steinigen Pfad im dichten Wald zu kaempfen. Schon auf den ersten 100 der gesamten 800 Hoehenmeter wurde klar, unser Protagonist wurde soeben eines besseren belehrt. Super. Andy schwitzte was das Zeug hielt, denn das Problem waren nicht wirklich die Hoehenmeter, sondern das Ganze bei 30 Grad - und steigend. Nun, irgendwie klappte es dann doch und wir kamen irgendwo an, wo ein Lastwagen auf uns wartete. Ueber eine Holpperpiste gings dann nochmal eine Stunde dem Hochplateau entlang, bis wir dann endlich dort waren. Bokor ist eine Anlage, die wurde 1920 erbaut und diente in erster Linie den Franzosen als Ferien- und Rueckzugsort. Dort traf sich die High Society. Es gab ein grosses Casino und eine christliche Kirche und sonst noch ein paar Haeuser. Durch die Machtuebrenahme der Roten Khmer in den Jahren 1975 bis 1979 mussten alle Bewohner und betreiber fluechten, die Strassen wurden zerbombt, das Gebiet mit Minen versehen und somit wurde Bokor zur Geisterstadt. Wenn man heute in diesen Ueberresten steht, dann faellt es richtig schwer, sich den einstigen Glanz vorzustellen.
Nun, den selben Weg, wie die Reisegruppe gekommen war, gings auch wieder zurueck. Zuerst eine gute Stunde geholppert, danach ein Abstieg, der durchaus auch schweissintensiv war. Da aber schon lange keine Wasser-Reserven mehr da war hiess es: auf die Zaehne beissen. Dazu kam Andy noch in den Sinn, dass er gerade vor einiger Zeit einen brachialen Misstritt gemacht hat uns sich dabei den rechten Fuss verknaxt hat. Und genau in dem Moment, wo ihm das wieder in den Sinn kam, knickte der rechte Fuss ein... zum Glueck diesmal nicht ganz so schlimm, aber es war dennoch Vorsicht geboten...
... um kurz vor 6 Uhr war die Kambodscha-Reisegruppe (Taemi & Andy) wieder vereint. dem Taemeli gings etwas besser und Andy war nur noch fix und foxy. So freuten wir uns unglaublich auf die kommenden Tage auf Rabbit Island....
Samstag, 2. Januar 2010
Zwei Sardinen auf dem Weg in den Sueden...
Es ist Dienstag, der 29. Dezember 2009 und wir nehmen Abschied von Siem Reap und all den Tempeln. Denn heute haben wir uns einen Nacht-Trip... nein, einen Luxus-Night-Bus-all-Comfort-Trip nach Siahnoukville geleistet. Da faehrt man locker 11 Stunden mit dem Bus durch die Nacht und kommt voellig entspannt am anderen Morgen frueh am Ziel an und hat auch noch die Ubernachtungskosten gespart. Super, Triple-Win-Situation, Herz, was willst du mehr...
Wir checken also unsere Suite im Green Town Guesthouse in Siem Reap aus und der Chef der Lobby - von uns liebevoll Warzenhaar genannt - versucht uns schon wieder ueber den Tisch zu ziehen, indem er uns das Bus Ticket doppelt verrechnen will. Mit Buchhalter innerhalb der Reisegruppe kann dies aber nicht passieren und so machen wir ihn unmittelbar auf den Umstand aufmerksam, was er dann auch korrigiert, zwar leicht muerrisch, aber das ist uns ja sowas von egal. Wir sind froh, dass wir endlich weiter kommen. Nach soviel Kultur sehnen wir uns nach Strand, Erholung und Entspannung. Es wurde abgemacht, dass wir vom Guesthouse abgeholt werden und dann mit einem Pick-Up zum Bus-Terminal gebracht wurden. Toll, klingt gut. Der Pick-Up kam auch und brachte uns aber nicht zum Bus-Terminal, sondern nur 120 Meter in ein anderes Hotel, dort werde dann der Luxus-Super-High-Liner auch halten und wir koennen aufhuepfen und auf unseren Fauteuils 21 und 22 Platz nehmen - man koennte auch sagen, auf den Saenften. Jawohl. Juhuu, wir freuen uns....
Mit knappen 20 Minuten Verspaetung (also puenktlich) traf dann der Bus auch ein. Nun, rein auesserlich jetzt nich der Ueberbrueller, aber was solls, es kommt sowieso auf die inneren Werte an. Das leicht erstaunte Gesicht des Begleiters, als er uns sah, liess schon Boeses vermuten, dass dann auch unmittelbar eintraf. Es war ein Doppelstoecker Bus, unten fuers Gepaeck und oben fuer die Gaeste. Nach 10 Minuten hin und her und rauf und runter war es dann endlich soweit, wir durften einsteigen... aber nicht, wie erwartet in den oberen Stock. Oh nein!!! da der Bus ueberbucht war, gab's fuer uns beiden Nachzuegler nur noch zwei Notsitze beim Gepaeck. aha - zu diesen Sitzen gelangt man, wenn man vor der Toilette sich auf alle 4 begiebt, und dann durch einen Gepaecktunnel kriecht, dann links, 2 Sitze... bei der Halbzeit duerften wir dann hoch kommen, da wuerden 2 Passagiere aussteigen. Hmmmm.... okay, die Alternativen waren da bleiben oder reinkreichen. Wir dachten uns: ALLES IDIOTEN und krochen rein. Muehsam und eng durch den gang gerobbt, dann links, in der Tat, 2 Sitze waren freigeschaufelt. Rechts tuermte sich Gepaeck - alles wie in einem schlechten Film. Aber es kam ja noch viel besser. Auf der linken Seite wurde das Polster der Armlehne entfernt (aus Platzgruenden) was dazu fuehrte, dass sich zwei Metallkanten zaertlich in den Unterarm drueckten. Das alles war nicht so schlimm, denn das Licht wurde sowieso abmontiert und die Klimaanlage war die einzige Unterhaltung, die uns direkt ins Gesicht blies ohne Moeglichkeit der Einstellung. Es ist doch oft so, wenn du denkst, jetzt kann es wirklich nicht mehr schlimmer kommen, dann wird man eines besseren belehrt. Und so war es auch in unserem Fall. Kurz nach der Abfahrt kam der von uns meistgehasste Reisebelgeiter zu uns gekrochen und sagte, er muesse leider unsere Kriech-Hoehle zu machen, da sonst die Obrigkeit nicht auf die Toilette koenne, wenn sie denn muessen. Und ohne unser Murren oder unseren Endloszorn abzuwarten, verschwand er und verbarrikadierte kurzerhand unseren einzigen Ausgang. So, positiv koennte man erwaehnen, dass wir es schoen ruhig hatten... aber in uns stiegen langsam Gedanken hoch, was ist, wenn der Bus ein Unfall hat? oder wenn Feuer ausbricht? oder wenn Panik ausbricht und wir auf dem Nievau der untersten Treppenstufe mit unseren Koepfchen hervorgekrochen kommen? Gedanken, die man sich in dieser Situation besser nicht macht, denn sie koennen leicht zur eigenen Panik fuehren. Wir schluckten unsere Bedenken runter, witzelten etwas darueber und versuchten trotz aller Widrigkeiten etwas zu schlafen.... bis uns nach etwa 3 Stunden ein Reifen am Bus platzte. Hossa ho... Dank der Doppelbereifung kam der Bus aber sicher zum Stillstand und danach ging der Tumult los. In aber nur knapp einer halben Stunden war der Defekt behoben, das Reserverad dran und die Reise konnte weiter gehen. Nach weiteren 2 Stunden hatten wir endlich Phnom Penh erreicht. Halbzeit und wir durften aus unser Hoehle wieder hervorkriechen, weil nun unsere Sitze frei wurden. Oben angekommen sahen wir, dass es in der Tat ein recht luxurioeser Bus war, mit schoen gepolsterten Sitzen, Liegemoeglichkeit und Videoanlage, Decke und Kissen - wunderbar. Aber wir sind auch ueberzeugt, dass niemand anderes dies so schaetzen konnte, wie wir...
Die weitere Reise bis nach Sihanoukville an der Kueste im Sueden war dann ein richtiger Klacks im Vergleich zum ersten Teil und schwupp di wupps waren wir am Morgen um ca. 6.30 Uhr dort. Heute war dann also der 30. Dezember und ganz offensichtlich kommen sehr viele Einheimische von Phnom Penh ueber Silvester hier in den Sueden. Dies hatte zur Folge, dass wir mit dem geschnappten Taxi einige Guesthaeuser und Hotels anfahren mussten, bis wir an der Serendipity Beach ein herrliches Guesthouse gefunden haben - einigermassen preiswert (wenn auch doppelter Tarif bis und mit zum 1. Januar) aber mitten im Geschehen... und zudem war der Fluegel, in welchem unser Zimmer war, an jenem Tag gerade neu eroeffnet worden - also Erstbezug durch uns, herrlich...!!
Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, gingen wir an den Strand und genossen das bunte und emsige Treiben bei einer leckeren Kokosnuss und erfreuten uns der kuehlen salzigen Brise, die in unser Gesicht blies. Aus lauter Freude goennten wir uns noch einen Drink - Taemeli einen Mojito und Andy sich einen Gin Tonic und so beschlossen wir diesen Tag indem wir noch einen Schnorcheltrip fuer den Folgetag buchten. Das mit dem "Tag beschliessen" dachten wir zumindest. Denn bereits nach kurzer Ruhephase kam das Phaenomen "Pfiff de Duenn" - weniger Vornehm ausgedrueckt heisst dies wohl Duennschiss (haben wir gehoert) - und zwar von der ganz brutalen Sorte. Wir wechselten uns quer durch die Nacht ab, konnten praktischerweise das Licht auf der Toilette brennen lassen und klatschten uns gegenseitig die Schuesselhoheit ab. Aber wenn man sich liebt ist ja auch das kein Problem.... Am Morgen des 31. Dezembers waren wir beide so ausgelaugt und immer noch etwas schwach im Darm, dass wir nicht auf den Schnorcheltrip gingen - wir konnten ihn gluecklicherweise auf den Folgetag verschieben. Stattdessen ueberredete der redegewandte Andy das wunderbare Taemeli dazu, uns eine tuechtige Flasche Mehkong Schnaps zu kaufen, damit alle Bakterien auf der Breitseite bekaempft wuerden. Und so kam es, dass wir mit der Silvesterfeier schon am Vormittag begonnen hatten.... ja, der Zweck heiligt bekanntlich alle Mittel...:-)) Das Taemeli war so ueberwaeltigt von dem lecker Schnaps, dass es sich zu einem Spontan-Mittags-Nuk entschloss, was die Hektik aus dem Tage nahm. Am Abend gingen wir dann nur ein vorsichtig Menueli essen, um den Magen nicht zu sehr zu beanspruchen. Den Silvester feirten wir dann am Strand inmitten von Millionen (nur leicht uebertrieben) anderer Leuten und Feuerwerk. Es war wunderbar, obwohl wir uns mit etwas Wehmut an die wunderbaren Auslagen im Restaurant Huesy in Blankenburg erinnerten. Janu, das kommt auch wieder...
Am 1. Januar gingen wir dann per Boot auf einen Inseltrip, gekoppelt mit BBQ und Schnorcheln. Wie immer sollte man nicht allzu hohe Erwartungen haben, denn nur so werden sie nicht enttaeuscht. Also, das Essen war nicht besonders, die Schnorchelausruestung nicht ausreichend und die die da war, war mangelhaft... und trotzdem haben wir uns sehr gut unterhalten, die Sonne genossen und unseren Maegen und Verdauungstrackts ging es auch wieder viel besser. Auf diesem Ausflug haben wir noch ein reizendes Deutsches Ehepaar kennengelernt, Simone und Markus, mit denen wir am selben Abend ein gemeinsames Essen eingenommen haben und bei lecker Gin Tonic uns ueber das Mysterium des Zusammenseins von Mann und Frau ausgetauscht haben. Es war koestlich und wir haben es sehr genossen.
Heute nun ist der 2. Januar 2010. Unser letzter Tag in Sihanoukville. Soeben haben wir die Weiterreise nach Kampot organisiert und freuen uns, dass es morgen frueh weiter geht, noch weiter oestlich fast bis an die Grenze zu Vietnam. Und bevor wir nun unsere weissen Baeuche wieder an die Sonne legen und uns vielleicht noch eine Strandmassage goennen, wuenschen wir euch allen von Herzen ein frohes Neues Jahr, viel Glueck und Erfolg, viele schoene Momente und natuerlich einen guten Wiedereinstieg ins Arbeitsleben....:-)))
Herzlichst
Miracle Taemli & Humpling Hirsch Andy
Wir checken also unsere Suite im Green Town Guesthouse in Siem Reap aus und der Chef der Lobby - von uns liebevoll Warzenhaar genannt - versucht uns schon wieder ueber den Tisch zu ziehen, indem er uns das Bus Ticket doppelt verrechnen will. Mit Buchhalter innerhalb der Reisegruppe kann dies aber nicht passieren und so machen wir ihn unmittelbar auf den Umstand aufmerksam, was er dann auch korrigiert, zwar leicht muerrisch, aber das ist uns ja sowas von egal. Wir sind froh, dass wir endlich weiter kommen. Nach soviel Kultur sehnen wir uns nach Strand, Erholung und Entspannung. Es wurde abgemacht, dass wir vom Guesthouse abgeholt werden und dann mit einem Pick-Up zum Bus-Terminal gebracht wurden. Toll, klingt gut. Der Pick-Up kam auch und brachte uns aber nicht zum Bus-Terminal, sondern nur 120 Meter in ein anderes Hotel, dort werde dann der Luxus-Super-High-Liner auch halten und wir koennen aufhuepfen und auf unseren Fauteuils 21 und 22 Platz nehmen - man koennte auch sagen, auf den Saenften. Jawohl. Juhuu, wir freuen uns....
Mit knappen 20 Minuten Verspaetung (also puenktlich) traf dann der Bus auch ein. Nun, rein auesserlich jetzt nich der Ueberbrueller, aber was solls, es kommt sowieso auf die inneren Werte an. Das leicht erstaunte Gesicht des Begleiters, als er uns sah, liess schon Boeses vermuten, dass dann auch unmittelbar eintraf. Es war ein Doppelstoecker Bus, unten fuers Gepaeck und oben fuer die Gaeste. Nach 10 Minuten hin und her und rauf und runter war es dann endlich soweit, wir durften einsteigen... aber nicht, wie erwartet in den oberen Stock. Oh nein!!! da der Bus ueberbucht war, gab's fuer uns beiden Nachzuegler nur noch zwei Notsitze beim Gepaeck. aha - zu diesen Sitzen gelangt man, wenn man vor der Toilette sich auf alle 4 begiebt, und dann durch einen Gepaecktunnel kriecht, dann links, 2 Sitze... bei der Halbzeit duerften wir dann hoch kommen, da wuerden 2 Passagiere aussteigen. Hmmmm.... okay, die Alternativen waren da bleiben oder reinkreichen. Wir dachten uns: ALLES IDIOTEN und krochen rein. Muehsam und eng durch den gang gerobbt, dann links, in der Tat, 2 Sitze waren freigeschaufelt. Rechts tuermte sich Gepaeck - alles wie in einem schlechten Film. Aber es kam ja noch viel besser. Auf der linken Seite wurde das Polster der Armlehne entfernt (aus Platzgruenden) was dazu fuehrte, dass sich zwei Metallkanten zaertlich in den Unterarm drueckten. Das alles war nicht so schlimm, denn das Licht wurde sowieso abmontiert und die Klimaanlage war die einzige Unterhaltung, die uns direkt ins Gesicht blies ohne Moeglichkeit der Einstellung. Es ist doch oft so, wenn du denkst, jetzt kann es wirklich nicht mehr schlimmer kommen, dann wird man eines besseren belehrt. Und so war es auch in unserem Fall. Kurz nach der Abfahrt kam der von uns meistgehasste Reisebelgeiter zu uns gekrochen und sagte, er muesse leider unsere Kriech-Hoehle zu machen, da sonst die Obrigkeit nicht auf die Toilette koenne, wenn sie denn muessen. Und ohne unser Murren oder unseren Endloszorn abzuwarten, verschwand er und verbarrikadierte kurzerhand unseren einzigen Ausgang. So, positiv koennte man erwaehnen, dass wir es schoen ruhig hatten... aber in uns stiegen langsam Gedanken hoch, was ist, wenn der Bus ein Unfall hat? oder wenn Feuer ausbricht? oder wenn Panik ausbricht und wir auf dem Nievau der untersten Treppenstufe mit unseren Koepfchen hervorgekrochen kommen? Gedanken, die man sich in dieser Situation besser nicht macht, denn sie koennen leicht zur eigenen Panik fuehren. Wir schluckten unsere Bedenken runter, witzelten etwas darueber und versuchten trotz aller Widrigkeiten etwas zu schlafen.... bis uns nach etwa 3 Stunden ein Reifen am Bus platzte. Hossa ho... Dank der Doppelbereifung kam der Bus aber sicher zum Stillstand und danach ging der Tumult los. In aber nur knapp einer halben Stunden war der Defekt behoben, das Reserverad dran und die Reise konnte weiter gehen. Nach weiteren 2 Stunden hatten wir endlich Phnom Penh erreicht. Halbzeit und wir durften aus unser Hoehle wieder hervorkriechen, weil nun unsere Sitze frei wurden. Oben angekommen sahen wir, dass es in der Tat ein recht luxurioeser Bus war, mit schoen gepolsterten Sitzen, Liegemoeglichkeit und Videoanlage, Decke und Kissen - wunderbar. Aber wir sind auch ueberzeugt, dass niemand anderes dies so schaetzen konnte, wie wir...
Die weitere Reise bis nach Sihanoukville an der Kueste im Sueden war dann ein richtiger Klacks im Vergleich zum ersten Teil und schwupp di wupps waren wir am Morgen um ca. 6.30 Uhr dort. Heute war dann also der 30. Dezember und ganz offensichtlich kommen sehr viele Einheimische von Phnom Penh ueber Silvester hier in den Sueden. Dies hatte zur Folge, dass wir mit dem geschnappten Taxi einige Guesthaeuser und Hotels anfahren mussten, bis wir an der Serendipity Beach ein herrliches Guesthouse gefunden haben - einigermassen preiswert (wenn auch doppelter Tarif bis und mit zum 1. Januar) aber mitten im Geschehen... und zudem war der Fluegel, in welchem unser Zimmer war, an jenem Tag gerade neu eroeffnet worden - also Erstbezug durch uns, herrlich...!!
Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, gingen wir an den Strand und genossen das bunte und emsige Treiben bei einer leckeren Kokosnuss und erfreuten uns der kuehlen salzigen Brise, die in unser Gesicht blies. Aus lauter Freude goennten wir uns noch einen Drink - Taemeli einen Mojito und Andy sich einen Gin Tonic und so beschlossen wir diesen Tag indem wir noch einen Schnorcheltrip fuer den Folgetag buchten. Das mit dem "Tag beschliessen" dachten wir zumindest. Denn bereits nach kurzer Ruhephase kam das Phaenomen "Pfiff de Duenn" - weniger Vornehm ausgedrueckt heisst dies wohl Duennschiss (haben wir gehoert) - und zwar von der ganz brutalen Sorte. Wir wechselten uns quer durch die Nacht ab, konnten praktischerweise das Licht auf der Toilette brennen lassen und klatschten uns gegenseitig die Schuesselhoheit ab. Aber wenn man sich liebt ist ja auch das kein Problem.... Am Morgen des 31. Dezembers waren wir beide so ausgelaugt und immer noch etwas schwach im Darm, dass wir nicht auf den Schnorcheltrip gingen - wir konnten ihn gluecklicherweise auf den Folgetag verschieben. Stattdessen ueberredete der redegewandte Andy das wunderbare Taemeli dazu, uns eine tuechtige Flasche Mehkong Schnaps zu kaufen, damit alle Bakterien auf der Breitseite bekaempft wuerden. Und so kam es, dass wir mit der Silvesterfeier schon am Vormittag begonnen hatten.... ja, der Zweck heiligt bekanntlich alle Mittel...:-)) Das Taemeli war so ueberwaeltigt von dem lecker Schnaps, dass es sich zu einem Spontan-Mittags-Nuk entschloss, was die Hektik aus dem Tage nahm. Am Abend gingen wir dann nur ein vorsichtig Menueli essen, um den Magen nicht zu sehr zu beanspruchen. Den Silvester feirten wir dann am Strand inmitten von Millionen (nur leicht uebertrieben) anderer Leuten und Feuerwerk. Es war wunderbar, obwohl wir uns mit etwas Wehmut an die wunderbaren Auslagen im Restaurant Huesy in Blankenburg erinnerten. Janu, das kommt auch wieder...
Am 1. Januar gingen wir dann per Boot auf einen Inseltrip, gekoppelt mit BBQ und Schnorcheln. Wie immer sollte man nicht allzu hohe Erwartungen haben, denn nur so werden sie nicht enttaeuscht. Also, das Essen war nicht besonders, die Schnorchelausruestung nicht ausreichend und die die da war, war mangelhaft... und trotzdem haben wir uns sehr gut unterhalten, die Sonne genossen und unseren Maegen und Verdauungstrackts ging es auch wieder viel besser. Auf diesem Ausflug haben wir noch ein reizendes Deutsches Ehepaar kennengelernt, Simone und Markus, mit denen wir am selben Abend ein gemeinsames Essen eingenommen haben und bei lecker Gin Tonic uns ueber das Mysterium des Zusammenseins von Mann und Frau ausgetauscht haben. Es war koestlich und wir haben es sehr genossen.
Heute nun ist der 2. Januar 2010. Unser letzter Tag in Sihanoukville. Soeben haben wir die Weiterreise nach Kampot organisiert und freuen uns, dass es morgen frueh weiter geht, noch weiter oestlich fast bis an die Grenze zu Vietnam. Und bevor wir nun unsere weissen Baeuche wieder an die Sonne legen und uns vielleicht noch eine Strandmassage goennen, wuenschen wir euch allen von Herzen ein frohes Neues Jahr, viel Glueck und Erfolg, viele schoene Momente und natuerlich einen guten Wiedereinstieg ins Arbeitsleben....:-)))
Herzlichst
Miracle Taemli & Humpling Hirsch Andy
Siem Reap, Angkor Wat und Tempel satt...
Liebe Leute
Da wir hier herrlich fein in einem klimatisierten Internet-Cafe sitzen, nutzen wir die Gelegenheit. euch noch ein paar Etappen unserer Reise zu schildern. Allen voran nun aber den Teil von Siem Reap und Angkor.
Entgegen unseren frueheren Erzaehlungen ist Siem Reap mit ca. 800'000 Einwohner die zweitgroesste Stadt von Kambodscha. Sie liegt noerdlich vom oberen Ende des Tonle Sap, dem meerartigen Riesensee mitten in Kambodscha. Die Stadt ist sehr touristisch, eher westlich angehaucht und vollgespickt mit Guesthouses, noblen und grossen Hotelkomplexen und man findet alles, was man braucht oder nicht braucht - Siem Reap hat es. Ebenfalls ist es der Ausgangsort fuer Besichtigungen des Gebiets von Angkor. Auf ca. 300 Quadratkilometern praesentieren sich hier die verschiedesten Tempelanlagen aus verschiedenen Epochen. Es ist - zumindest fuer uns - unmoeglich und auch gar nicht angestrebt, alle zu sehen. Fuer die Zeit in Siem Reap haben wir uns mit einem Tuk Tuk Fahrer auf eine Pauschale von 15 Dollar pro Tag geeinigt und haben somit unsere Fortbewegung sichergestellt. Da Angkor - und allen voran der Tempel Angkor Wat - die groesste Touristenattraktion von Kambodscha ist, wird hier auch tuechtig abgeschoepft. Das heisst, das 3-Tages-Ticket kostet hier 40 Dollar, das Wochenticket sogar 80 Dollar. Ob gerechtfertigt oder nicht, das lassen wir hier mal offen. Ebenfalls verzichten wir darauf, euch alle Tempel zu nennen, die wir besichtigt haben... es sind einfach zu viele. Die wichtigsten aber sind klar Angkor Wat, Angkor Thom mit Bayon und Ta Prohm. Alle Schoenheit dieser Tempelanlagen wurde leider ueberschattet durch ein Faux-Pas im wahrsten Sinne. Bereits bei der Besichtigung des ersten Tempels meinte Andy immer noch, er sei ein junger Hirsch und huepfte behend ueber einen Absatz ins Dunkle. Leider war der Boden so uneben, dass sich der Fuss verdrehte und das nicht unbetraechtliche Gewicht von unserem Protagonisten hinterher drueckte. Etwas verdutzt blieben beide sitzen und ueberprueften zuerst mal, ob was gebrochen war - zum Glueck nicht, wohl aber gezerrt und sofort geschwollen. Von da an humpelte unser Junghirsch und mutierte subito eher zum lahmen Bock. Das heldenhafte Taemeli aber kuemmerte sich liebevoll um den Patienten, was aber kurz darauf den Abruch der Tagestour nicht verhindern konnte. Den Nachmittag verbrachten wir im Bett damit, das Bein hoch zu lagern, mit Eis zu bepacken und moeglichst still zu halten. Gebaeutelt von den Geschehnissen des Tages goennten wir uns am Abend dafuer fuer jede Bewegung ein Tuk Tuk und gingen noch in die Stadt, einen Frust-Burger essen. Dies, weil Tamara gesehen hatte, dass in diesem Lokal am Abend Apsara Taenze aufgefuehrt wurden. Andy erinnerte dies eher an orientalische Kammermusik und trotz des musikalischen Hinterkopfs fand er dafuer gar kein Gehoer. Nachdem wir noch eine Apotheke aufsuchten, gings wieder ins Guesthouse, da wir fuer den kommenden Tag geruestet sein wollten. Langsam gings auch mit dem Fuss wieder besser und am folgenden Tag konnten wir die verpassten Tempel nachholen und geniessen. Zu saemtlichen Tempeln im naeheren Umkreis gilt zu sagen, dass dies enorm eindrueckliche Bauten sind, die alle zwischen dem spaeten 9. und 12. Jahrhundert erbaut wurden. Viele sind nur noch in Ruinen vorhanden, andere besser und weitere wurden restauriert. Schade daran ist eigentlich nur, dass dies ein Hauptmagnet fuer alle Reisenden ist. Das heisst, es bedarf ausgekluegelter Fotokuenste, ein Bild ohne Touristen darauf zu schiessen. Und dieser Tatsache geht irgendwann auf den Nerv. Aber dennoch moechten wir euch einige Bilder von diesen traumhaften Tempeln nicht vorenthalten.
Natuerlich besuchten wir auch an unserem dritten Tag wieder (!!!!!) Tempel um Tempel, diesmal aber unterbrochen mit einer Besichtigung des Floating Village am Tonle Sap. Dort haben sich "verstossene" Vietnamesen niedergelassen auf ihren Hausbooten und bilden eine Art Gemeinschaft. Das laeufte so ab: wir sind mit dem Tuk Tuk am Schiffshafen angekommen. Dort kommt ein gut gekleideter Mann zu uns und sagt, wir sollen aussteigen. Aha, okay, machen wir. Ab zum Ticket-Tisch: 15 Dollar Gebuehr fuer die 2stuendige Bootsfahrt - pro Person. Da haben wir zweimal geschluckt, denn das ist fuer ihre Verhaeltnisse wahnsinnig viel Geld. Okaz, 30 Dollar bezahlt und ab gehts auf einem Boot mit zwei Nasen drauf (Guide und Fahrer) wo beide keinen einzigen Englischen Satz konnten. Super. Dennoch haben wir rausgefunden, dass es sich beiden Leuten auf den Booten um Vietnamesen handelt, die in aermlichsten Verhaeltnissen leben. Das Recht zur Fischerei wurde ihnen genommen und somit muessen sie es heute illegal machen. Was haben sie von diesen Bootstouren? Einen Anteil dieser 15 Dollar pro Person? Nein, weit gefehlt, was sie davon haben sind 400 Touristen-Boote pro Tag, die vor dem Wohnzimmer durchflitzten, mit Toursiten die blitzen. Super. Die einzigen Worte in Englisch die unser Guide konnte waren: "should tip driver (and me)" ahhhh, also fuer 2 oder 3 Worte sollen wir auch noch den Fahrer und den Guide mit Trinkgeld segnen... haben die noch alle Tassen im Schrank. Leicht erzuernt, aufgewuehlt vom gesehnen und kopfschuettelnd waren wir richtig froh, als wir wieder vom Boot runter waren.... und weiter gings mit Tempeln. An diesem Tag haben wir auch noch die Roluos Tempelgruppe und danach war unser Bedarf an Tempeln endgueltig gedeckt - danke! Nun, eigentlich kommt hier nun nahtlos das naechste Abenteuer - Unsere Reise nach Sihanoukville... dazu aber mehr im naechsten Post.
Da wir hier herrlich fein in einem klimatisierten Internet-Cafe sitzen, nutzen wir die Gelegenheit. euch noch ein paar Etappen unserer Reise zu schildern. Allen voran nun aber den Teil von Siem Reap und Angkor.
Entgegen unseren frueheren Erzaehlungen ist Siem Reap mit ca. 800'000 Einwohner die zweitgroesste Stadt von Kambodscha. Sie liegt noerdlich vom oberen Ende des Tonle Sap, dem meerartigen Riesensee mitten in Kambodscha. Die Stadt ist sehr touristisch, eher westlich angehaucht und vollgespickt mit Guesthouses, noblen und grossen Hotelkomplexen und man findet alles, was man braucht oder nicht braucht - Siem Reap hat es. Ebenfalls ist es der Ausgangsort fuer Besichtigungen des Gebiets von Angkor. Auf ca. 300 Quadratkilometern praesentieren sich hier die verschiedesten Tempelanlagen aus verschiedenen Epochen. Es ist - zumindest fuer uns - unmoeglich und auch gar nicht angestrebt, alle zu sehen. Fuer die Zeit in Siem Reap haben wir uns mit einem Tuk Tuk Fahrer auf eine Pauschale von 15 Dollar pro Tag geeinigt und haben somit unsere Fortbewegung sichergestellt. Da Angkor - und allen voran der Tempel Angkor Wat - die groesste Touristenattraktion von Kambodscha ist, wird hier auch tuechtig abgeschoepft. Das heisst, das 3-Tages-Ticket kostet hier 40 Dollar, das Wochenticket sogar 80 Dollar. Ob gerechtfertigt oder nicht, das lassen wir hier mal offen. Ebenfalls verzichten wir darauf, euch alle Tempel zu nennen, die wir besichtigt haben... es sind einfach zu viele. Die wichtigsten aber sind klar Angkor Wat, Angkor Thom mit Bayon und Ta Prohm. Alle Schoenheit dieser Tempelanlagen wurde leider ueberschattet durch ein Faux-Pas im wahrsten Sinne. Bereits bei der Besichtigung des ersten Tempels meinte Andy immer noch, er sei ein junger Hirsch und huepfte behend ueber einen Absatz ins Dunkle. Leider war der Boden so uneben, dass sich der Fuss verdrehte und das nicht unbetraechtliche Gewicht von unserem Protagonisten hinterher drueckte. Etwas verdutzt blieben beide sitzen und ueberprueften zuerst mal, ob was gebrochen war - zum Glueck nicht, wohl aber gezerrt und sofort geschwollen. Von da an humpelte unser Junghirsch und mutierte subito eher zum lahmen Bock. Das heldenhafte Taemeli aber kuemmerte sich liebevoll um den Patienten, was aber kurz darauf den Abruch der Tagestour nicht verhindern konnte. Den Nachmittag verbrachten wir im Bett damit, das Bein hoch zu lagern, mit Eis zu bepacken und moeglichst still zu halten. Gebaeutelt von den Geschehnissen des Tages goennten wir uns am Abend dafuer fuer jede Bewegung ein Tuk Tuk und gingen noch in die Stadt, einen Frust-Burger essen. Dies, weil Tamara gesehen hatte, dass in diesem Lokal am Abend Apsara Taenze aufgefuehrt wurden. Andy erinnerte dies eher an orientalische Kammermusik und trotz des musikalischen Hinterkopfs fand er dafuer gar kein Gehoer. Nachdem wir noch eine Apotheke aufsuchten, gings wieder ins Guesthouse, da wir fuer den kommenden Tag geruestet sein wollten. Langsam gings auch mit dem Fuss wieder besser und am folgenden Tag konnten wir die verpassten Tempel nachholen und geniessen. Zu saemtlichen Tempeln im naeheren Umkreis gilt zu sagen, dass dies enorm eindrueckliche Bauten sind, die alle zwischen dem spaeten 9. und 12. Jahrhundert erbaut wurden. Viele sind nur noch in Ruinen vorhanden, andere besser und weitere wurden restauriert. Schade daran ist eigentlich nur, dass dies ein Hauptmagnet fuer alle Reisenden ist. Das heisst, es bedarf ausgekluegelter Fotokuenste, ein Bild ohne Touristen darauf zu schiessen. Und dieser Tatsache geht irgendwann auf den Nerv. Aber dennoch moechten wir euch einige Bilder von diesen traumhaften Tempeln nicht vorenthalten.
Natuerlich besuchten wir auch an unserem dritten Tag wieder (!!!!!) Tempel um Tempel, diesmal aber unterbrochen mit einer Besichtigung des Floating Village am Tonle Sap. Dort haben sich "verstossene" Vietnamesen niedergelassen auf ihren Hausbooten und bilden eine Art Gemeinschaft. Das laeufte so ab: wir sind mit dem Tuk Tuk am Schiffshafen angekommen. Dort kommt ein gut gekleideter Mann zu uns und sagt, wir sollen aussteigen. Aha, okay, machen wir. Ab zum Ticket-Tisch: 15 Dollar Gebuehr fuer die 2stuendige Bootsfahrt - pro Person. Da haben wir zweimal geschluckt, denn das ist fuer ihre Verhaeltnisse wahnsinnig viel Geld. Okaz, 30 Dollar bezahlt und ab gehts auf einem Boot mit zwei Nasen drauf (Guide und Fahrer) wo beide keinen einzigen Englischen Satz konnten. Super. Dennoch haben wir rausgefunden, dass es sich beiden Leuten auf den Booten um Vietnamesen handelt, die in aermlichsten Verhaeltnissen leben. Das Recht zur Fischerei wurde ihnen genommen und somit muessen sie es heute illegal machen. Was haben sie von diesen Bootstouren? Einen Anteil dieser 15 Dollar pro Person? Nein, weit gefehlt, was sie davon haben sind 400 Touristen-Boote pro Tag, die vor dem Wohnzimmer durchflitzten, mit Toursiten die blitzen. Super. Die einzigen Worte in Englisch die unser Guide konnte waren: "should tip driver (and me)" ahhhh, also fuer 2 oder 3 Worte sollen wir auch noch den Fahrer und den Guide mit Trinkgeld segnen... haben die noch alle Tassen im Schrank. Leicht erzuernt, aufgewuehlt vom gesehnen und kopfschuettelnd waren wir richtig froh, als wir wieder vom Boot runter waren.... und weiter gings mit Tempeln. An diesem Tag haben wir auch noch die Roluos Tempelgruppe und danach war unser Bedarf an Tempeln endgueltig gedeckt - danke! Nun, eigentlich kommt hier nun nahtlos das naechste Abenteuer - Unsere Reise nach Sihanoukville... dazu aber mehr im naechsten Post.
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